573 Stunden. So oft fiel der Strompreis in Deutschland 2025 laut Bundesnetzagentur unter null Euro.
573 Stunden, in denen trotz massiver Abregelung von EE-Anlagen deutlich mehr Strom erzeugt wurde, als sinnvoll genutzt werden konnte.
Dazu kamen 1.284 Stunden mit Börsenstrompreisen unter 30 € pro Megawattstunde – ein Markt im Wechselbad zwischen Überfluss und Knappheit.
Der deutsche Strommarkt wird also nicht einfach günstiger oder teurer. Er wird deutlich volatiler.
2025 wurden in Deutschland 257,5 TWh Strom aus erneuerbaren Quellen eingespeist. Das entsprach 58,8 % der realisierten Stromerzeugung. Allein PV kam auf 74,1 TWh, ein Plus von 17,3 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Erzeugung wächst also weiterhin spürbar. Der Verbrauch bleibt dabei vergleichsweise stabil. Was fehlt, sind ausreichende Speichersysteme, damit Wind- und Solaranlagen nicht abgeregelt werden müssen und wertvoller Grünstrom für Zeiten mit weniger Erzeugung nutzbar gemacht werden kann.
Die Studie des Fraunhofer IEE im Auftrag des Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) „Die nächste Phase der Energiewende: Flexibilität“ untermauert dies: Fehlende Speicherkapazitäten kosten die Energiewende schon jetzt Milliarden. Denn: Wer Energie aufnehmen kann, wenn sie im Überfluss vorhanden und günstig ist, gewinnt wirtschaftlichen Spielraum.
Für Betreiber eigener Wind- oder PV-Anlagen bedeutet das: Erneuerbare Überschüsse müssen nicht zwangsläufig verschenkt, abgeregelt oder zu schlechten Konditionen eingespeist werden. Sie können am Standort in einen speicherbaren Energieträger umgewandelt und später für Strom als auch Wärme genutzt werden.
Doch wie setzt man das konkret um?
Unsere Power-to-Gas-Plattformen bieten dafür eine Lösung:
Überschüsse aus der volatilen Stromerzeugung werden genutzt und daraus langfristig speicherbares synthetisches Erdgas (SNG) hergestellt. Das ist besonders attraktiv für Standorte mit eigener Erzeugung und hohem Energiebedarf, wie etwa Gewerbeparks, Industriebetriebe, kommunale Energieversorger, Wohnquartiere oder Hotelkomplexe, wie auch unsere Referenzanlage am Bernsteinsee seit 2020 beweist.
Insbesondere die Flexibilität der großen Speicherkapazitäten ist dabei von Vorteil: Selbst kleine Anlagen können bereits Methan mit Energiegehalten im MWh-Bereich speichern. Und zwar genau dann, wenn die Überschüsse in der Produktion am größten sind und dadurch die Börsenpreise im Keller.
Netzentlastung bei Überschüssen und Stromkauf zu Tiefstpreisen – das nennt man Win-Win-Situation.
Fazit: Wer erneuerbare Stromüberschüsse sinnvoll nutzt, macht sich unabhängiger von starken Preisschwankungen im Markt. Anlagen, die heute noch abgeregelt werden müssen, können morgen die Energiespeicher füllen und so echten volkswirtschaftlichen und ökologischen Nutzen schaffen!
Hier geht es zu den Quellen:
https://www.iee.fraunhofer.de/de/publikationen/neueste-publikationen/berichte-studien/studie-flexibilitaet.html
https://www.smard.de/page/home/topic-article/444/218954/hoechste-pv-einspeisung-in-jedem-quartal
CYTOK – hydrogen pirates | Wir kapern Wasserstoff und machen was draus!
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