Grüne Gasnetze schon heute möglich?

Infografik von CYTOK über das deutsche Gasnetz und die Nutzung erneuerbarer Energien. Im Mittelpunkt steht eine Karte des deutschen Erdgasnetzes mit den bundesweiten Leitungen. Die Grafik verdeutlicht, dass Deutschland bereits über rund 600.000 Kilometer Gasleitungen und Millionen bestehende Anschlüsse verfügt, diese Infrastruktur jedoch überwiegend mit fossilem Erdgas genutzt wird. Hervorgehoben wird das Potenzial, bereits heute CO₂-neutrales synthetisches Methan aus erneuerbaren Energien über das vorhandene Gasnetz einzuspeisen. Ergänzend zeigen Symbole ein Gasnetz, einen Energiespeicher sowie ein Methanmolekül (CH₄). Die Kernaussage lautet, dass die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden ist und lediglich der grüne Energieträger fehlt.

16. Juli 2025

Deutschlands Gasnetz ist bereit – jetzt müssen wir nur noch umdenken!

Mit rund …

  • 600.000 km Leitungen,
  • 20 Mio. Haushalten und
  • 1,8 Mio. angeschlossenen Unternehmen

… gehört es zu den leistungsfähigsten Infrastrukturen Europas – und: Es kann grüne Gase aufnehmen – schon heute.

 

Ob Biomethan oder synthetisches Methan (SNG) aus Power-to-Gas: Diese Gase können technisch problemlos eingespeist werden – ohne Umbauten, ohne lange Vorlaufzeiten.

SNG ist zwar nicht identisch mit fossilem Erdgas, erfüllt jedoch die Vorgaben zur Einspeisung ins Erdgasnetz. Es ist CH₄-basiert, klimaneutral hergestellt (z. B. aus grünem Wasserstoff + CO₂) und in bestehender Infrastruktur vielfältig nutzbar:

  • für die Wärmeversorgung
  • für BHKWs
  • für Speicherlösungen am Standort

 

  • Status quo: > 98 % fossile Gase | nur ~11 TWh Biomethan werden eingespeist (1–2 % des Bedarfs)
  • Potenzial laut BEE: bis zu 130 TWh allein in Deutschland | EU-Ziel bis 2030: 350 TWh Biomethan europaweit

 

Was fehlt?

Nicht das Netz. Nicht das Know-how. Sondern wirtschaftliche und regulatorische Planungssicherheit.

Oft wird diskutiert, ob Power-to-Gas ineffizient sei.

Stimmt: Der Wirkungsgrad ist niedriger als bei Direktstromnutzung.

Aber: SNG ist speicherbar, transportabel, saisonal einsetzbar. Genau das brauchen wir für Versorgungssicherheit in einer volatilen Energiewelt.

 

Ein weiteres Missverständnis:

Wasserstoff vs. Methan? Nein – nicht entweder oder, sondern: Sinnvoll aufteilen!

Wasserstoff eignet sich hervorragend für industrielle Anwendungen – aber ist nicht drop-in-fähig. SNG hingegen funktioniert jetzt schon – im vorhandenen Netz, in Speichern, bei Unternehmen, in Wohngebäuden.

 

Die Zukunft der Gasinfrastruktur ist also hybrid:

Wasserstoffnetze + SNG-Versorgung – beide sind unverzichtbar für eine resiliente Energiezukunft.

Lasst uns darüber sprechen: Über Speicher, über Power-to-Gas, über Projekte, die heute bei euch starten können – und morgen dann der Standard sind!

 

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